Von diesen Stützpunkten werden US-Soldaten abgezogen

Von diesen Stützpunkten werden US-Soldaten abgezogen


US-Präsident Donald Trump macht mit seinen Plänen zum Truppenabzug aus Deutschland Ernst. Nun werden die genaueren Pläne für den Verbleib der Soldaten bekannt. Die Bundesregierung wurde nicht gefragt.

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Die USA haben einem Bericht zufolge ihre Pläne für einen Abzug von Truppen aus Deutschland konkretisiert: Knapp 12.000 Soldaten sollen Deutschland verlassen, berichtete der SWR am Mittwoch. 6.400 von ihnen sollten in die USA zurückkehren, 5.400 würden innerhalb Europas verlegt. Betroffen seien die Standorte Vilseck, Grafenwöhr und Wildflecken in Bayern sowie Kräfte der US-Luftwaffe in Spangdahlem in der Eifel. US-Verteidigungsminister Mark Esper wolle sich am Nachmittag zu den Plänen äußern.

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F-16-Kampfjet-Staffel mit intestine 20 Flugzeugen. Zur Air Base gehören rund 4.000 US-Soldaten. Die Angehörigen eingerechnet leben und arbeiten quick 11.000 Menschen auf dem Stützpunkt. Der Flugplatz ist Arbeitgeber für weit mehr als 800 Deutsche.

Strategisch wichtiger Luftwaffenstützpunkt

Der US-Flugplatz gilt als strategisch wichtiger Luftwaffenstützpunkt der amerikanischen Streitkräfte in Europa. Das Geschwader unterstützt weltweit Einsätze der US-Luftwaffe und der Nato, vom Irak über Bosnien bis Afghanistan.

Der bayerische Standort Grafenwöhr in der Oberpfalz gilt als einer der größten US-Truppen-Standorte in Europa. Laut Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) sind in der 6.500-Einwohner-Stadt sowie am benachbarten Standort Vilseck mehr als 10.000 Soldaten stationiert. Für die Area sei das ein enormer Wirtschaftsfaktor. So seien etwa 3.000 Einheimische bei der US-Armee und deren Vertragspartnern beschäftigt.

Die Bundesregierung wurde nicht konsultiert

US-Präsident Donald Trump hatte angeordnet, die Zahl der in Deutschland stationierten US-Soldaten von rund 35.000 auf 25.000 zu reduzieren. Der Präsident begründete den Abzug mit den aus seiner Sicht weiterhin zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands. Die Bundesregierung wurde von Washington vor der Entscheidung über den Truppenabzug nicht konsultiert. Zuletzt stand sie dazu aber im Austausch mit der US-Regierung.

Bei der Bundesregierung und in der Nato stoßen die Pläne auf Vorbehalte. Auch in den Reihen von Trumps eigener Partei regt sich Widerstand: Republikanische Kongressmitglieder argumentieren, die Verringerung der Truppenpräsenz in Deutschland schade letztlich auch der Sicherheit der USA. Der US-Kongress könnte den Teilabzug noch über den Militärhaushalt blockieren oder zumindest deutlich erschweren.



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