US-amerikanische Tech-Konzerne melden große Gewinne

US-amerikanische Tech-Konzerne melden große Gewinne


Die US-Wirtschaft stürzt ab, die Arbeitslosenzahlen explodieren – doch an den Tech-Giganten geht die Corona-Krise offenbar spurlos vorbei. Größter Gewinner: Amazon. Doch auch Fb und Co. machen Milliarden.

Von Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles

Die USA befinden sich im schwersten Wirtschaftsabschwung seit der Großen Despair in den 1930er Jahren. Von April bis einschließlich Juni schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt aufs Jahr hochgerechnet um 32,9 Prozent. Außerdem sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe höher ausgefallen als erwartet.

An den großen Tech-Unternehmen aus dem kalifornischen Silicon Valley und aus Seattle scheinen die Folgen des Wirtschaftseinbruchs aber nahezu spurlos vorbeizugehen. So hat Apple ein extrem starkes Quartal hingelegt. Cloud-Dienste und das Geschäft mit Musik und Abos sind normalerweise ein wichtiger Garant. Das Unternehmen aus Cupertino kommt hier auf ein Umsatzplus von rund 15 Prozent auf knapp 13,2 Milliarden Greenback.

Neue iPhones kommen wegen der Corona-Krise später

Doch der optimistic Development setzt sich bei Apple über alle Produktbereiche hinweg: Telefone, Tablets und Laptop haben sich in den vergangenen drei Monaten überdurchschnittlich intestine verkauft. Der Gewinn ist im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent auf 11,25 Milliarden Greenback gewachsen. Einziger Wermutstropfen: Die neuen iPhones kommen dieses Jahr ein paar Wochen später. Grund sind Corona-bedingte Produktionsengpässe in China. 

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch beim Nachbarunternehmen Fb. Sein Mitgründer Mark Zuckerberg, der bei einer Anhörung vor dem US-Kongress am vergangenen Mittwoch von den Abgeordneten wegen ruppiger Geschäftspraktiken in die Mangel genommen wurde, dürfte jetzt vermutlich breit grinsen. 

Die Fb-Zahlen sind schon deshalb ein Hingucker, weil Werbedickschiffe wie Coca-Cola, Starbucks oder der Unilever-Konzern bei dem sozialen Netzwerk seit intestine einem Monat keine Werbung mehr schalten. Sie gehören zu einer Reihe von Unternehmen, die von Fb fordern, mehr gegen Hass und Hetze auf der Plattform zu unternehmen.

Fb hat jetzt 1,79 Milliarden Nutzer 

Doch der Zuckerberg-Konzern konnte den Anzeigenboykott dank der Buchungen kleinerer und mittlerer Unternehmen locker weggestecken. Die sind dem blauen Riesen treu geblieben und haben weiter kräftig Werbung geschaltet. Konkret: ein Umsatzplus um elf Prozent auf jetzt 18,69 Milliarden Greenback. Und auch bei den Nutzerzahlen geht es für das Unternehmen weiter nach oben. Grund dürfte hier vor allem die Corona-Pandemie sein. Fb ist im Jahresvergleich um intestine zwölf Prozent gewachsen und kommt jetzt auf 1,79 Milliarden tägliche Nutzer. Nimmt man jetzt noch Whatsapp und Instagram dazu, dann gewinnt der Social-Media-Konzern 14 Prozent hinzu und kommt auf 3,14 Milliarden monatliche Nutzer.

Der vielleicht größte Gewinner ist das On-line-Kaufhaus Amazon: Trotz Pandemie hat der Konzern seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppeln können: von 2,6 Milliarden auf 5,2 Milliarden Greenback. Das ist der höchste Gewinn in der 26-jährigen Firmengeschichte des Unternehmens. Seit März hat das Unternehmen aus Seattle an der US-Westküste 175.000 neue Mitarbeitende eingestellt, von denen nun 125.000 Beschäftigungsverhältnisse in dauerhafte Vollzeit-Arbeitsplätze umgewandelt werden sollen.

Nur Google verzeichnet Umsatzrückgang

Intestine vier Milliarden Greenback hat Amazon in den zurückliegenden Wochen in die Hand genommen, um höhere Stundenlöhne zu bezahlen. 500 Millionen davon hat es nach eigenen Angaben als Bonus an Beschäftigte in den Warenlagern und an Partnerunternehmen ausbezahlt. Auch das Cloud-Geschäft floriert weiter, weil viele Menschen von zuhause aus arbeiten. Mit seiner AWS-Sparte steigerte das Unternehmen den Umsatz im abgelaufenen Quartal um 29 Prozent auf 10,eight Milliarden Greenback. Damit flaute das Wachstum gegenüber dem Vorquartal zwar ab; das entspricht aber einem längerfristigen Development.

Nur einer hat das Nachsehen – jedenfalls ein bisschen, oder anders gesagt: auf hohem Niveau. Google-Chef Sundar Pichai, der im Silicon Valley einen hervorragenden Ruf genießt, weil er sich für faire Geschäftspraktiken und Transparenz einsetzt,  musste zum ersten Mal in seiner 21-jährigen Geschichte einen Umsatzrückgang verkünden. Und zwar um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dass der Rückgang nicht ganz so dramatisch ausgefallen ist, lag vor allem an der Video-Tochter YouTube sowie dem noch relativ jungen Cloud-Geschäft. Die YouTube-Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Milliarden gewachsen, in der Cloud gar um 0,91 Milliarden Greenback. Hier konnte zum Beispiel die Deutsche Financial institution als Großkunde dazugewonnen werden. Die anderen Geschäftsbereiche wie die Roboterauto-Firma Waymo oder das Bio-Forschungsunternehmen Verily machen weiterhin Verluste – die summieren sich auf 1,12 Milliarden Greenback.





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