Umarmung ohne Maske: Christian Lindner bittet um Entschuldigung – WELT

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Umarmung ohne Maske: Christian Lindner bittet um Entschuldigung - WELT


Deutschland FDP-Chef

Bekannten umarmt, ohne Maske – Christian Lindner bittet um Entschuldigung

Stand: 13:23 Uhr | Lesedauer: three Minuten

Steinmeier: „Unbequemer Mundschutz empfehlenswerter als der Aluhut“

Steinmeier sagte beim Besuch einer neuen Corona-Notfallklinik in Berlin, er sei selbst medizinischer Laie. “Trotzdem traue ich mich zu behaupten, dass unter den Gesichtspunkten des Virusschutzes der Mundschutz empfehlenswerter ist als der Aluhut.”

„Schnitzel first, Abstandsregeln second“: Im Web wird über ein Foto debattiert, das FDP-Chef Lindner in einem Berliner In-Restaurant zeigt. Dabei verstößt der Politiker ganz offenbar gegen die Mundschutzpflicht. Wenig später erklärt er sich.

Vergangene Woche erwischte es den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz: Er wurde dabei gefilmt, wie er bei einem Auftritt ohne Maske mehreren Menschen ziemlich nah kam. In den sozialen Medien posteten daraufhin zahlreiche Nutzer ihre empörten Kommentare, gar ein Hashtag (#Kleinwalsertal) wurde kreiert.

Nun, wenige Tage später, hat auch die deutsche Politik ihr „Mundschutz-Gate“: Christian Lindner, Parteichef der FDP, wurde dabei fotografiert, wie er ohne Maske einem Freund oder Bekannten ziemlich nahe kam.

Zunächst kursierte das Foto auf Twitter, wenig später griffen auch Berliner Medien den Vorfall auf, der sich offenbar am Freitagabend vor dem Berliner In-Lokal „Borchardt“ ereignet hatte – das Restaurant ist bekannt für seine Schnitzel.

Findige Internetnutzer recherchierten denn auch, um wen es sich bei dem Mann handeln soll, den Lindner da umarmt: ein bekannter Leipziger Immobilienunternehmer. Mundschutz trug der FDP-Politiker bei der Umarmung des Mannes nicht. Seine Maske hing ihm unter dem Kinn.

„Kein Vorsatz“, nur eine „Unkonzentriertheit“

Kritik kam unter anderem von dem schwäbischen SPD-Mitglied Burak Araz: „Die Politik verliert ihre Glaubwürdigkeit mit solchen Bildern. Man kann nicht von den Menschen erwarten, dass sie sich an die Regeln halten und selber drauf pfeifen“, schrieb er auf Twitter.

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Ebendort spöttelte auch die „Spiegel“-Journalistin Ann-Kathin Müller: „Schnitzel first, Mundschutz und Abstandsregeln second.“ Auch andere Twitter-Person erregten sich unter dem Hashtag #Lindner heftig über den Fauxpas.

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Gegenüber dem „Spiegel“ räumte Lindner dann am Montag auch seinen Lapsus ein: „Die spontane Umarmung bei der Verabschiedung conflict ein Fehler, wie er unter Freunden nach einem Abend leider passiert“, sagte er. Dies jedoch sei „kein Vorsatz“ gewesen, sondern nur eine „Unkonzentriertheit“. Auch in diesen angespannten Zeiten der Corona-Pandemie „bleibt man Mensch“, so Lindner weiter.

Wenig später postete Lindner seine Entschuldigung dann auch noch auf Twitter.

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Laut der Berliner „B.Z.“ bekam das Lokal am Freitagabend zudem noch Besuch von der Polizei, es gab offenbar Beschwerden darüber, dass die Abstandsregeln nicht eingehalten worden seien. Die Betreiber wiesen dies gegenüber der Zeitung jedoch zurück.

Lindner ist nicht der einzige deutsche Politiker, der derzeit wegen einer nicht getragenen Maske in der Diskussion ist: Fotos und Movies kursieren derzeit im Web auch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sich in Aufnahmen, die auf YouTube zu sehen sind, seine Maske nach einem TV-Pressetermin umgehend absetzt.

Und dann conflict da noch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der am Samstag ohne Maske mit Demonstranten am Rande einer Veranstaltung in Dresden gegen die Corona-Einschränkungen diskutierte.

Kretschmer rechtfertigte dies gegenüber der „Bild“-Zeitung so: „Wenn man mit Menschen sprechen will, die die Maske grundsätzlich ablehnen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Man trägt selbst keine – oder es gibt kein Gespräch.“ Medienberichten zufolge wurde der CDU-Politiker mittlerweile von Privatpersonen wegen des Auftritts ohne Maske angezeigt.



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