Schalke-Bosse: “Ein ‘Weiter so’ kann es nicht mehr geben”

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Schalke-Bosse:


Unruhige Wochen auf Schalke haben vorerst ein Ende. Nun stellen sich die Klub-Verantwortlichen um Sportvorstand Jochen Schneider und David Wagner den Fragen nach der Zukunft. Verfolgen Sie die Pressekonferenz hier dwell.

Erstmals seit über vier Monaten empfängt Schalke 04 Medienvertreter wieder zu einer regulären Pressekonferenz in die heimische Veltins-Enviornment. Die sportlichen Verantwortlichen, Sportvorstand Jochen Schneider und Coach David Wagner, wollen ihre Analyse der Saison, die nach 16 sieglosen Spielen in Folge auf einem enttäuschenden Platz zwölf abgeschlossen wurde, präsentieren. Des Weiteren wird es auch um die finanzielle Lage des durch die Corona-Krise schwer getroffenen Traditionsklubs gehen, den Abschied des Finanzvorstands Peter Peters nach 27 Jahren im Verein und den spektakulären Rücktritt von Aufsichtsratchef Clemens Tönnies. Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen wird sich auch Alexander Jobst, Vorstand Advertising und Kommunikation, auf das Podium gesellen.

Es gibt additionally viel Redebedarf in Gelsenkirchen-Buer. Verfolgen Sie die Pressekonferenz des FC Schalke 04 ab 11.30 Uhr hier im Ticker und Livestream:

“Der letzte Eindruck conflict richtig schlecht”

Schneider spricht Klartext. “Der letzte Eindruck conflict richtig schlecht”, sagt er über die Rückrunde des Klubs. Es gehe darum, den Verein wieder zu Erfolg zu führen. Nur: “Die Zeit des Träumens ist vorbei.” Er wünsche sich, dass Schalke sich wieder mehr “mit dem Wettbewerb und weniger mit sich selbst” beschäftige.

Ausgliederung? “Werden mit ganzer Transparenz darüber diskutieren”

Jobst sagt, die Änderung der Schalker Rechtsform sei “kein Thema für heute oder morgen”, jedoch könne er sich vorstellen, dass “solche, gewisse Pläne auf den Tisch kommen werden.” Dann werde jedoch “mit ganzer Transparenz darüber mit unseren Followers diskutiert.”

Ende Juli Gespräche über weiteren Gehaltsverzicht

Schneider erklärt, die Mannschaft werde Ende Juli zu Gesprächen zusammenkommen, um einen weiteren Gehaltsverzicht aufgrund der Corona-Krise zu diskutieren. “Ich bin guter Dinge, dass wir eine gute Lösung finden. Wir haben tolle Jungs, starke Charaktere in unserer Mannschaft.”

Schneider: “Das Picture des FC Schalke 04 ist, dass man hier nicht wenig verdient”

Schneider wird erneut auf die Gehaltsobergrenze angesprochen. “Ich habe den Anschein, dass das Picture des FC Schalke 04 in der Vergangenheit gewesen ist, dass man hier nicht wenig verdient”, erklärt er. Der Etat des Lizenzspielerkaders müsse jedoch neu finanziell austariert werden. “Dafür haben wir interne Regelungen gefunden. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen.”

Jobst spricht über NRW-Bürgschaft: “Haben uns zuvor bereits bedient”

Jobst erklärt, die Bürgschaft des Landes NRW sei ein Mittel, “dessen sich in der Vergangenheit auch andere Vereine bedient haben. Auch wir haben uns in der Vergangenheit bereits daran bedient. Alles weitere untersteht einer Geheimhaltungsklausel.”

Schneider will “Kosten und Ertrag wieder in Einklang” bringen

Angesprochen auf die mögliche Gehaltsobergrenze erklärt Schneider, es sei Zeit “Kosten und Ertrag wieder in Einklang” zu bringen. Schalke habe sich in den vergangenen Jahren vom Anspruch Europapokalplätze verabschiedet. Dem müsse nun wirtschaftlich Rechnung getragen werden.

“Wollen Vertrauen bei unseren Millionen Followers zurückgewinnen”

Mit Transparenz und Dialog wollen Jobst und Schneider zerstörtes Vertrauen zurückgewinnen. “Unsere Followers haben diese Saison gelitten”, hält Jobst fest. Es werde Zeit, dass die Followers Entscheidungen im Verein nachvollziehen können.

“Einnahme- und Ausgabeverhältnis ist nicht gesund für Schalke”

Jobst führt an, dass er den Verein gesunden wolle, indem weitere Investionen gestoppt werden. Das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben seien “nicht gesund für Schalke”. Dies habe auch zur Konsequenz, dass die sportlichen Ziele angepasst werden müssen. Das Erreichen der Europapokalplätze werde kurz- und mittelfristig nicht mehr eingefordert.

Jobst: “Transparenz und wirtschaftliche Vernunft” wichtig für Schalker Zukunft

Jobst will den Verein gemeinsam mit Vorstandskollegen Schneider mit “Transparenz und wirtschaftlicher Vernunft” in die Zukunft führen. Dadurch, dass der Klub in den vergangenen vier Jahren dreimal den Europapokal verpasst habe, habe er “eine Wette in die Zukunft verloren.” Daher könne in den kommenden Jahren nicht mehr so wie bisher in den Profikader investiert werden.

Jobst entschuldigt sich für Fehler

Jobst entschuldigt sich für Entscheidungen wie dem geforderten Härtefallantrag und den Kündigungen langjähriger Minijob-Mitarbeiter. “Die Verantwortung für diese Fehler tragen wir.”

Vorstand Jobst: “Eine Zäsur für den FC Schalke 04”

Marekting- und Kommunikationsvorstand Alexander Jobst erklärt den heutigen Tag zu “einer Zäsur”. Der FC Schalke 04 hab ein miserables Bild abgegeben in den vergangenen Wochen. Ein “Weiter so” könne es nicht geben.

Schneider: “Sollten wieder mehr miteinander statt übereinander reden”

Schneider will den Klub wieder in “ruhigere Fahrwasser” führen. “Dazu ist es erforderlich, dass wir wieder mehr miteinander statt übereinander zu reden”, erklärt der Sportvorstand der Knappen.

Sportvorstand Schneider: “Bewegende Tage auf Schalke”

Sportvorstand Jochen Schneider beginnt mit einem Assertion. Er erklärt, dass einmal mehr “bewegende Tage” hinter Schalke liegen. Der Rücktritt von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies bedauert er sehr und bedankt sich einmal mehr bei dem Fleischunternehmer.

11.30 Uhr Die Pressekonferenz beginnt

Mediendirektor Marc Siekmann eröffnet die Pressekonferenz und stellt die Personen auf dem Podium vor. Er erklärt, es werde zwei Blöcke geben: Zunächst geht es um nicht-sportliche Themen. Der Presse werden 20 Minuten für Fragen eingeräumt. Im zweiten Block geht es um die sportliche Saison.



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