NASA startet neue Mission – Nächster Halt: Mars

NASA startet neue Mission - Nächster Halt: Mars


1000 Kilo schwer und so groß wie ein Kleinwagen: Der Mars-Rover “Perseverance” soll heute von Cape Canaveral zu seiner Mission zum Roten Planeten aufbrechen. Im Gepäck hat er sogar einen kleinen Hubschrauber.

Von Nicole Markwald, ARD-Studio Washington

Es soll der bislang größte und gescheiteste Rover sein, den die US-Raumfahrtbehörde NASA jemals zum Mars geschossen hat: “Perseverance”. Der neue Mars-Rover soll am Donnerstag um 7:50 Uhr Ortszeit an Bord einer Atlas-V-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben. Er soll nach Spuren mikrobakteriellen Lebens suchen, zudem Klima und Geologie des Planeten erkunden. Läuft alles nach Plan, landet “Perseverance” im Februar auf dem Mars, 480 Millionen Kilometer entfernt von der Erde.

Als Landeplatz für “Perseverance” (deutsch etwa: Ausdauer, Beharrlichkeit) haben die Wissenschaftlerinnen und Forscher den Jezero Krater ausgewählt, ein ausgetrocknetes Flussdelta. Der Krater ist etwa 45 Kilometer breit und vor intestine drei Milliarden Jahren ausgetrocknet. Man hofft, dort Spuren zu finden, die auf Organismen auf dem Mars hindeuten.

Landung in Krater geplant

“Das ist für mich der aufregendste Teil der Mission: in dem Flussdelta zu landen, das so vielversprechend ist. Wir wollen nicht nur Bilder sehen und Zahlen bekommen, sondern wir wollen Proben in den besten Laboren auswerten, die uns zur Verfügung stehen – hier auf der Erde”, sagt Thomas Zurbuchen, Wissenschaftsdirektor der NASA.

“Perseverance” soll Gesteins- und Bodenproben nehmen, diese in kleine Röhrchen verpacken und dann bereit legen – für eine Folgemission auf den Mars, die die Proben einsammeln und zur Erde bringen wird. Diese Mission könne jedoch frühestens 2026 starten.

Geräusche des Roten Planeten

Der neue Mars-Rover hat unter anderem sieben wissenschaftliche Instrumente an Bord, dazu 23 Kameras. Zwei Mikrofone ermöglichen es erstmals, die Geräuschkulisse auf dem Roten Planeten zu hören. Und “Perseverance” bringt noch jemanden mit: “Ingenuity” heißt ein kleiner Hubschrauber, der im Bauch des Rovers mitreist. Entwickelt wurde er am Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena – nicht ohne Schwierigkeiten, wie Matt Wallace erzählt: “Wir haben unendlich viel ausprobiert: wie passt der Hubschrauber in den Rover? Wie kommt er da wieder raus, wenn der Rover auf dem Mars landet? Und wie kann er auf dem Mars fliegen? Es warfare nicht einfach.”

Um auf dem Mars abheben zu können, muss das Gerät leicht und schnell sein. “Ingenuity” wiegt gerade mal 1800 Gramm und seine Rotorblätter drehen sich mit 3000 Umdrehungen professional Minute rund zehnmal schneller als bei einem Helikopter auf der Erde.

Namen von elf Millionen Menschen im Gepäck

Außerdem führt der neue Mars-Rover einen Apparat bei sich, der Kohlendioxid aus der Atmosphäre in Sauerstoff umwandeln kann, nötig für Raketenantriebe und Atemsysteme. Damit könnte diese Mission einen wichtigen Grundstein für die wohl spannendste Reise auf den Mars legen: wenn Menschen zum Roten Planeten aufbrechen. Vorerst schaffen es nur die Namen von rund elf Millionen Menschen auf den Mars, sie sind gebrannt auf drei fingernagelgroße Chips, die der Rover mitbringt. Gelingt die Landung, dann wäre “Perseverance” bereits der fünfte Rover, den die NASA zum Mars bringt.





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