Druck auf Johnsons High-Berater Cummings steigt

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Druck auf Johnsons Top-Berater Cummings steigt


Britischen Medien zufolge verstieß Dominic Cummings gleich mehrfach gegen die Corona-Auflagen der Regierung. Mit den neuen Enthüllungen wackelt auch seine Verteidigung.

Nach neuen Enthüllungen des Guardian und des Day by day Mirror verschärft sich die Kritik an Dominic Cummings, dem High-Berater des britischen Premierministers Boris Johnson. Er soll mehrfach gegen die Corona-Beschränkungen der britischen Regierung verstoßen haben.

Am Freitag hatten die beiden Medien berichtet, dass Cummings Ende März, während der ersten strengen Kontaktbeschränkungen in Großbritannien, mit seiner Familie von London aus 430 Kilometer in die Grafschaft Durham gefahren struggle, wo Verwandte von ihm leben. Cummings hatte zu dem Zeitpunkt selbst Covid-19-Symptome. Den britischen Regeln zufolge hätte sich Cummings zu Hause in Selbstisolation begeben müssen, Reisen waren untersagt.

Mit dem Vorwurf konfrontiert sagte Cummings, er habe sich “vernünftig und dem Gesetz gemäß” verhalten. Er sei nach Durham gefahren, um jemanden zu haben, der sich um seinen kleinen Sohn kümmern könne, falls sowohl er als auch seine Frau an dem Virus erkrankten.

Der britische Verkehrsminister Grant Shapps sprang Cummings am Samstagnachmittag zur Seite. Dessen Sorge sei nachvollziehbar, in Durham habe sich Cummings zudem in einer separaten Wohnung von seiner Verwandtschaft isoliert und den Ort nicht verlassen, so Shapps. Auch Kabinettsminister Michael Gove twitterte: “Sich um sein Form und seine Frau zu kümmern ist kein Verbrechen”.

Doch diese Verteidigungslinie bekommt mit den neuen Enthüllungen britischer Medien Risse. Demnach sei Cummings am 12. April, additionally während der angeblichen Isolationsphase in Durham, von Zeugen in einer 50 Kilometer entfernten Touristenattraktion gesichtet worden. Zudem sei Cummings auch am 19. April erneut in Durham aufgetaucht, obwohl er wenige Tage zuvor in London fotografiert worden struggle.

Die oppositionelle Labour-Partei fordert dem Day by day Mirror zufolge eine rasche Aufklärung der Vorwürfe. Die britischen Bürger hätten wichtige und schmerzhafte Opfer gebracht, um die nationale Coronabekämpfung zu unterstützen, sagte die Abgeordnete Rachel Reeves. Es sei deshalb wichtig, dass die Regierung deutlich mache, “dass für ihre High-Politiker dieselben Regeln gelten wie für alle anderen auch”. Kritik an Cummings’ Verhalten kam demnach auch von Angehörigen der britischen Kirche, den Gesundheitsbehörden, sowie von Seiten der britischen Polizei.

Der britische Premierminister selbst hat zu dem Fall noch nichts gesagt. Verkehrsminister Shapps ließ jedoch am Nachmittag ausrichten, Cummings habe weiter die volle Unterstützung von Boris Johnson. Nicht ohne jedoch hinzuzufügen, er wisse nicht, wann Johnson selbst von Cummings’ Ausflügen nach Durham erfahren habe.



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