Different Krebstherapien: „Im schlimmsten Fall unterschreibt man sein Todesurteil“ – WELT

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Alternative Krebstherapien: „Im schlimmsten Fall unterschreibt man sein Todesurteil“ - WELT


Mit der Diagnose „Krebs“ bricht für viele Betroffene eine Welt zusammen. Gefürchtet ist nicht nur die Erkrankung selbst, sondern auch die manchmal gravierenden Nebenwirkungen einer Chemotherapie oder Bestrahlung. Viele sehnen sich dann nach einer sanften Different oder zumindest nach einer naturheilkundlichen Begleitung der Therapie.

Doch es gibt Menschen, die diese Notsituation ausnutzen und Tausende Euro für wirkungslose Therapien verlangen. Jutta Hübner ist Professorin für integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena. Im Interview mit WELT erklärt sie, warum teure Therapien besonders verdächtig sind und welche Methoden wirklich helfen können.

WELT: Wie können Patienten und Angehörige seriöse Methoden von Scharlatanerie unterscheiden?

Jutta Hübner: Das ist nicht so einfach, denn manche Sachen sind so geschickt aufgemacht, dass sie wirklich seriös anmuten. Es gibt aber einige Merkmale, bei denen man sehr misstrauisch werden sollte. Wenn von etablierten Behandlungen abgeraten und die eigene Methode als das einzig Wahre angepriesen wird, handelt es sich mit Sicherheit um Scharlatanerie. Oft werden solche Aussagen noch mit Verschwörungstheorien gegen die „Schulmedizin“ und die Pharmaindustrie garniert. Unseriös ist auch alles, wofür ein Heilungsversprechen abgegeben wird – nach dem Motto: „Damit haben wir schon Hunderte geheilt.“ Auch das Versprechen, dass das Verfahren nebenwirkungsfrei wäre, ist ein Indiz für Humbug – alles, was tatsächlich wirkt, hat in einem gewissen Rahmen auch Nebenwirkungen. Und bei einem Punkt sollten wirklich alle Alarmglocken klingeln…



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