Corona-Zahlen in den USA explodieren – Städte beschließen bitteren Schritt: „Klingt schrecklich, aber ist wahr“

Corona-Zahlen in den USA explodieren - Städte beschließen bitteren Schritt: „Klingt schrecklich, aber ist wahr“


Die Zahl der Neuinfektionen nehmen in den USA weiter zu. Eine Studie bescheinigt auch jüngeren Menschen ein hohes Risiko. Jetzt bereiten sich einige Südstaaten auf das Schlimmste vor.

  • Gemessen an den registrierten Coronavirus*-Infektionen hat die Pandemie die USA am stärksten getroffen.
  • Die Zahl der Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden nimmt immer noch zu – Texas und Arizona bereiten sich auf das Schlimmste vor.
  • Auch junge Menschen zeigen sich als stark von einer Infektion bedroht.
  • Alle bisherigen Informationen zur Corona-Krise in den USA finden Sie in diesem Ticker. Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und die Corona-Information aus Deutschland. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Deutschland.

Replace vom 18. Juli, 10.41 Uhr: Den dritten Tag in Folge verzeichnen die USA einen Rekordanstieg an Neuinfektionen – laut Johns-Hopkins-Universität wurden binnen 24 Stunden 77.638 constructive Assessments gezählt.

Einige Südstaaten bereiten sich jetzt auf das Schlimmste vor: Im Bundesstaat Arizona im Bezirk Maricopa sowie in den Städten San Antonio und Corpus Christi in Texas bestellten die Behörden angesichts steigender Todesfälle Kühlwägen für den Abtransport von Leichen. “Wir können sie nirgends unterbringen. Es klingt schrecklich, aber es ist wahr”, sagte der Bürgermeister von San Antonio, Ron Nirenberg. Zuletzt waren innerhalb 24 Stunden USA-weit weitere 927 Personen verstorben.

Auch in Kalifornien ändert sich die Lage zum Schlechteren: Mit 4592 Neuinfektionen meldete der Bezirk Los Angeles am Donnerstag einen neuen Höchststand. Die Leiterin der Bezirksgesundheitsbehörde, Barbara Ferrer, warnte: “Ohne das energische Handeln jedes Einzelnen werden wir die Ausbreitung nicht verlangsamen können.”

Coronavirus in den USA: Grabenkämpfe um Maskenpflicht behindern Pandemiebekämpfung

Replace vom 17. Juli, 18.35 Uhr: In den USA werden trotz der äußerst prekären Lage Grabenkämpfe um die Maskenpflicht ausgetragen. Im Bundesstaat Georgia geht der Gouverneur gegen eine von der Hauptstadt Atlanta verordnete Maskenpflicht vor. Die demokratische Bürgermeisterin Keisha Lance Bottoms habe mit der Verordnung ihre Kompetenzen überschritten, argumentierte der Republikaner Brian Kemp in einer eingereichten Klage.

Umfragen haben längst gezeigt, dass die Akzeptanz von Masken in den USA eine Frage der politischen Einstellung ist. Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Yahoo ergab Ende Juni, dass die meisten Demokraten (86 Prozent) eine Maskenpflicht unterstützen, während die meisten Republikaner (54 Prozent) diese ablehnen. Unter den Trump-Wählern sei die Ablehnung noch größer.

Auch der republikanische Gouverneur in Georgia empfiehlt, Masken zu tragen, wenn der nötige Sicherheitsabstand zur Vermeidung von Infektionen nicht eingehalten werden kann. Er richte sich aber gegen „desaströse Maßnahmen, die das Leben und die Lebensgrundlage unserer Bürger bedrohen“. Die demokratische Bürgermeisterin Bottoms erklärte über Twitter, anstatt sich vor Gericht zu streiten, wäre es besser, die Steuergelder einzusetzen, um mehr Corona-Assessments und das Nachverfolgen von Kontakten zu ermöglichen. Bottoms befindet sich derzeit in Quarantäne, weil bei ihr und mehreren Familienmitgliedern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen wurde.

Replace vom 17. Juli, 16.55 Uhr: Vor dem Hintergrund dramatisch steigender Corona-Neuinfektionen in den USA wächst einer Umfrage zufolge die Kritik am Krisenmanagement von Präsident Donald Trump. In einer Befragung im Auftrag der Washington Put up und des Senders ABC äußerten sich 60 Prozent negativ über Trumps Umgang mit der Pandemie, nur noch 38 Prozent befürworteten Trumps Vorgehen.

Ende Mai hatten sich noch 53 Prozent negativ und 46 Prozent positiv geäußert. Im März hatte eine knappe Mehrheit (51 Prozent) Trumps Vorgehen noch gutgeheißen, 45 Prozent hatten es abgelehnt.

Coronavirus in den USA: Mehr als 77.000 Neuinfektionen binnen eines Tages

Erstmeldung vom 17. Juli:

Washington – Die Vereinigten Staaten haben es noch immer nicht geschafft, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die neusten Zahlen stellen wieder einen Rekord dar. In den letzten 24 Stunden wurden rund 77.300 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität für den 16. Juli hervorgeht. Mehr als 3,5 Millionen Menschen infizierten sich in den USA mit dem Virus.

Coronavirus in Trumps USA: Studie erkennt auch bei jungen Menschen Risiken

Eine neue amerikanische Studie der College of California in San Francisco um die Forscherin Sally Adams zeigt, dass auch junge Menschen zur Corona-Risikogruppe* zählen können. Die Erkenntnisse lassen annehmen, dass ungefähr jeder dritte junge Erwachsene (32 Prozent) medizinisch gefährdet ist, schwer durch eine Corona-Infektion zu erkranken.

Dabei spielt es eine große Rolle, ob die jungen Erwachsenen Raucher oder Nicht-Raucher sind. In der untersuchten Gruppe der Nicht-Raucher wiesen nur 16 Prozent ein erhöhtes Risiko auf. Außerdem sind Männer etwas stärker gefährdet als Frauen. Frauen weisen zwar häufiger Bronchial asthma und ein schlechtes Immunsystem auf, Männer rauchen jedoch deutlich häufiger und sind somit einem höheren Risiko ausgesetzt.

Amerikanische Corona-Studie zu jungen Menschen: Rauchen ist ein starker Faktor

Auch weitere Faktoren steigern das Risiko. „Die Ergebnisse unserer Analyse deuten darauf hin, dass Rauchen und der Konsum von E-Zigaretten vor allem unter jenen jungen Menschen verbreitet ist, die männlich und weiß sind, ein niedrigeres Einkommen haben und nicht oder nur teilweise versichert sind“, fassen die Forschenden* die größte Risikogruppe unter jungen Menschen zusammen.

Wegen des Coronavirus ist in den USA die Arbeitslosigkeit gestiegen. Mit ihrer neuen Kampagne, die sich an Betroffene richtet, erntete Ivanka Trump nun Kritik. Ihr Vater Donald Trump* hält an seinem Kurs in der Corona-Krise fest – und geht nun sogar gegen einen Regierungsberater vor. Das irritiert selbst Republikaner. (lb) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Für Verstimmung sorgt das Verhalten einiger Get together-Touristen in einem beliebten Urlaubsland weit entfernt vom Ballermann.

Rubriklistenbild: © dpa / Lynne Sladky



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