Corona in Deutschland: Zweite Welle schon da? Ein Wert lässt zweifel an den Aussagen des RKI

Corona in Deutschland: Zweite Welle schon da? Ein Wert lässt zweifel an den Aussagen des RKI


In der Coronavirus-Pandemie steigen die Infektionszahlen in Deutschland wieder. Das RKI schlägt mit Blick auf eine zweite Corona-Welle Alarm. Der Information-Ticker.

  • Corona-Pandemie in Deutschland: Die Furcht vor einer zweiten Welle ist gegenwärtig.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigt Exams auf das Coronavirus* für alle Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten an.
  • Die Covid-19-Infektionszahlen* steigen in Deutschland vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und NRW. Das RKI schlägt deshalb entschieden Alarm. (Erstmeldung vom 28. Juli)
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und eine Karte mit den aktuellen Fallzahlen in Deutschland.

Replace vom 28. Juli, 21.45 Uhr: Das Robert-Koch-Institut warnt in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland unablässig – und veröffentlichte nun neue Zahlen zur Corona-Krise.

Demnach hätten die Gesundheitsämter bundesweit insgesamt 633 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages festgestellt, erklärte das RKI am frühen Dienstagabend.

Das heißt: Hochsummiert haben sich seit Beginn der Covid-19-Pandemie in Deutschland 206.242 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, 9122 mit dem Virus infizierte Personen sind laut Datenstand vom 28. Juli (zero Uhr) in diesem Zeitraum hierzulande an oder mit der heimtückischen Lungenkrankheit gestorben.

Bis Dienstagmorgen hatten 190.800 Menschen eine Corona-Infektion RKI-Schätzungen zufolge überstanden, die Reproduktionszahl sank leicht von 1,28 auf 1,25. Der sogenannte R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab und zeigt, wieviele andere Menschen eine infizierte Individual im Schnitt ansteckt.

Corona-Pandemie in Deutschland: Winfried Kretschmann droht mit härteren Strafen

Replace vom 28. Juli, 15.33 Uhr: Winfried Kretschmann (Grüne) hat angesichts erneut steigender Corona-Infektionszahlen den Bürgern mit härteren Strafen bei Regelverstößen gedroht. Die Regierung müsse härtere Sanktionen erlassen, wenn die Infektionszahlen weiter steigen würden, so Baden-Württembergs Ministerpräsident am Dienstag in Stuttgart. „Das Virus versteht keinen Spaß.“

Kretschmann appellierte an die Bevölkerung, sich an die Regeln zu halten. Man müsse damit rechnen, dass es wieder mehr Infektionsketten geben und das Virus auch von Reiserückkehrern stärker importiert werde. Entscheidend sei allerdings, ob es zu einer exponentiellen Kurve der Infektionen komme.

Corona in Deutschland: Aktuelle Entwicklung macht RKI „große Sorgen“ – Wieler lobt zwei Medikamente

Replace vom 28. Juli, 11.26 Uhr: Die Zahlen der mit dem Virus gestorbenen Menschen sind derzeit sehr gering. Der Grund dafür ist laut Lothar Wieler, dass die Zahlen der Neuinfektionen derzeit relativ gering sind. Außerdem gebe es zwei Medikamente, die den Verlauf etwas verbessern könnten. Remdesivir, ein Virushemmer und Dexamethason, ein Medikament, dass die Immunantwort, die Entzündungsreaktion, schwächen kann, werden mittlerweile eingesetzt. Dennoch liegen die geringen Totenzahlen primär an den geringen Fallzahlen.

Der antivirale Wirkstoff Remdesivir wird bei schweren Verläufen von Covid-19 eingesetzt.

© Ulrich Perrey/image alliance/dpa

Replace vom 28. Juli, 11.14 Uhr: Bezüglich der State of affairs in Flugzeugen erklärte Lothar Wieler vom RKI, dass die Belüftungs- und Filtersysteme in Passagiermaschinen die Verbreitung des Coronavirus schwer machen. Eine Verbreitung additionally relativ unwahrscheinlich ist. Dennoch sind die Einhaltung der AHA-Regeln wichtig.

Hinsichtlich der Frage, wie Urlaubsrückkehrer sich verhalten sollten, betonte Lothar Wieler erneut, dass Menschen sich unabhängig davon, wo sie sind, an die Corona-Regeln halten sollten. Additionally auch im Urlaub müssen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Zudem sei nach wie vor wichtig, sich testen zu lassen, wenn Kontakt mit einer infizierten Individual bestanden hatte oder Symptome bemerkbar sind.

Coronavirus in Deutschland: Erneuter Anstieg könnte laut RKI der Beginn einer zweiten Welle sein

Replace vom 28. Juli, 10.58 Uhr: „Wir wissen nicht, ob das der Beginn einer zweiten Welle ist, aber es könnte natürlich sein“, erklärte Wieler auf die Frage, ob die ansteigenden Zahlen eine zweite Welle anstoßen. Unabhängig davon müssen die AHA-Regeln eingehalten werden. Bei stärkeren Ausbrüchen seien strengere Maßnahmen nötig. Reaktive Maßnahmen, wie zahlreiche Exams und schnelle Umsetzung von Quarantäneregeln, müssen schnell greifen. Primär seien aber präventive Maßnahmen – die AHA-Regeln – wichtig.

Der Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, spricht auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland.

© Tobias Schwarz/AFP/Pool/dpa

Replace vom 28. Juli, 10.49 Uhr: Hinsichtlich der Frage, ob Kinder nach den Sommerferien wieder in die Schulen gehen könnte, betonte Lothar Wieler die Wichtigkeit der Nachverfolgung. Es sei wichtig, Konzepte zu entwickeln, dass Kinder sich auf den Gängen und auf dem Schulhof nicht zu stark mischen. Die Nachverfolgung, sobald ein Fall bekannt werde, muss möglich sein. Diese Planungen sollten bis zum Schulstart jedoch umgesetzt sein, sodass Kinder in die Schulen gehen werden können.

Corona-Nachverfolgungskonzepte sind für Schulöffnungen unumgänglich

Ob lokale Corona-Regeln wichtiger seien als deutschlandweite Maßnahmen, sei davon abhängig, wie sich die Ausbrüche entwickeln. Zu den Ausbrüchen an sich sagte Wieler: „Das alles geschieht nur, weil wir Menschen uns nicht mehr an diese Regeln halten.“ Wir hätten es selbst in der Hand, so der RKI-Chef. „Es ist wirklich rücksichtslos und fahrlässig, wenn man wilde Partys feiert”, erklärte er. Einzelne Personen können viele Menschen gefährden.

Replace vom 28. Juli, 10.39 Uhr: „Diese Entwicklung ist wirklich sehr beunruhigend“, betonte Lothar Wieler vom RKI. Eine unkontrollierte Ausbreitung müsse verhindert. „Und wir schaffen das gemeinsam”, so Wieler. Eine Befragung des RKI in Zusammenarbeit mit der Universität Erfurt habe gezeigt, dass das Coronavirus von der Bevölkerung als ein geringeres Risiko eingschätzt werde als zuvor. Auch die AHA-Regeln würden weniger konsequent eingehalten.

„Halten sie Abstand, mindestens 1,5 Meter. Beachten Sie die Hygieneregeln und tragen sie in bestimmten Situationen zusätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung“, erläuterte Wieler die AHA-Regeln. Er wies daraufhin die Gesichtsmaske richtig – über Mund und Nase – zu tragen. Die Hygieneregeln würden auch im Freien gelten, betonte Wieler.

RKI: Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei

„Wir, Sie alle haben dazu beigetragen, dass die Fallzahlen gesunken sind“, so Wieler. Damit seien weniger Menschen infiziert worden und gestorben. Es müsse immer wieder vor Augen geführt werden, dass die Pandemie noch nicht vor bei sei. Aber gemeinsam sei es möglich uns gegenseitig zu schützen. „Und das, meine Damen und Herren, das gibt mir sehr viel Hoffnung”, schloss Wieler seinen Beitrag ab.

Replace vom 28. Juli, 10.30 Uhr: Anhand der aktuellen Fallzahlen wird deutlich, wie sich die Pandemie entwickelt. Vor allem dass es sich nicht um lokale Ausbrüche handelt, sondern die Zahlen über ganz Deutschland verteilt zunehmen, so Ute Rexroth, eine der Leiterinnen des Lagezentrums des RKI.

Am Freitag verzeichnete das Institut 815 neue Fälle. „Da haben wir uns wirklich Sorgen gemacht”, kommentierte Rexroth die Entwicklung. 781 neue Fälle wurden am Samstag gemeldet, 305 am Sonntag. Am Montag waren es 340, am Dienstag 640. Bisher hätten lokale Ausbrüche wie der Tönnies-Skandal die Entwicklung geprägt. Nun zeige sich ein deutschlandweiter Anstieg.

RKI zum Coronavirus: Deutschlandweite Ausbreitung – viele Bundesländer betroffen

„Es sind wirklich leider viele Bundesländer betroffen“, stellte Rexroth fest. Besonders auffällig sind derzeit die bayerischen Landkreise Dingolfing-Landau und Hof und die kreisfreie Stadt Weimar. Die Übertragungen können im Grunde überall stattfinden. „Was uns berichtet wird, sind Hochzeiten, Familienfeiern, Treffen mit Freunden, das sind aber auch Ausbrüche am Arbeitsplatz, in Gemeinschaftsunterkünften, in Gemeinschaftseinrichtungen und leider auch Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen des Gesundheitswesens“, erklärte Ute Rexroth vom RKI. Es seien auch Reiserückkehrer unter den Infizierten, aber der Großteil stecke sich in Deutschland an.

Um diese Entwicklung zu stoppen, sei Prävention unumgänglich und Rexroth rief dazu auf, dazu beizutragen, die Ausbreitung durch die Einhaltung von Hygieneregeln zu bremsen. Das habe im Frühjahr ebenfalls funktioniert. „Prävention ist besser als Reaktion“, so Rexroth.

Replace vom 28. Juli, 10.11 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat eine Pressekonferenz gegeben. Lothar Wieler, Präsident des Instituts, zog das Fazit hinsichtlich der State of affairs auf der Welt: „Wir befinden uns mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie“. Wieler beschrieb die Corona-Lage in den Ländern die am stärksten von der Corona-Krise betroffen sind, unter anderem die USA, Brasilien, Indien und Südafrika.

Corona in Deutschland: Aktuelle Entwicklung macht RKI „große Sorgen“ – Wieler spricht von „rasanter Pandemie“

Doch auch in Deutschland müsse festgestellt werden, dass die Fallzahlen wieder zunehmen würden. „Die neueste Entwicklung macht mir und die macht uns allen im Robert Koch-Instituts große Sorgen“, so Wieler. Anfang Juli seien nur noch rund 300 neue Fälle gemeldet worden. „Das ist ein großer Erfolg. Dieser zeigt uns, dass wir das Virus eindämmen können. Aber das gelingt nur wenn die AHA-Regeln einhalten”, sagte der Präsident.

Coronavirus in Deutschland: Furcht vor zweiter Welle! RKI schlägt jetzt richtig Alarm – „Development ist beunruhigend“

München – Nach langer Debatte ist es additionally soweit: Urlauber, die in der weltweiten Corona-Krise von einer Reise aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren, müssen sich schon bald verpflichtend auf das heimtückische Coronavirus testen lassen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Urlauber aus Risikogebieten müssen Corona-Exams machen

„Wir müssen verhindern, dass Reiserückkehrer unbemerkt andere anstecken und so neue Infektionsketten auslösen“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag (27. Juli). Demnach sollen die Corona-Exams für die Urlauber und Reisenden kostenfrei sein. Zu den Risikogebieten zählen zum Beispiel die USA, die weiter schwer mit Covid-19 zu kämpfen haben.

Die Furcht vor einer zweiten Welle ist auch hierzulande groß, weswegen die Bundesregierung weiter durchgreift. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schlägt dagegen regelrecht Alarm – denn: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen* steigt.

Corona-Pandemie in Deutschland: Weniger Landkreise melden keine Covid-19-Fälle

Wie das RKI in seinem Lagebericht vom Montag mitteilte, nehme die Zahl der Landkreise ab, die keine neuen Covid-19-Fälle innerhalb von sieben Tagen melden. Heißt: In immer mehr Landkreisen werden wieder Corona-Infektionen registriert. Zudem gebe es deutschlandweit im Schnitt 4,1 Corona-Fälle auf 100.000 Einwohner – der Wert sei damit “auf niedrigem Niveau leicht angestiegen”.

Dazu kämen immer wieder vereinzelte Corona-Ausbrüche wie zum Beispiel im bayerischen Landkreis Dingolfing-Landau, „mit 174 Fällen unter Erntehelfern in einem landwirtschaftlichen Betrieb“. Zusammenfassend stellt das RKI fest: „Dieser Development ist beunruhigend.“

Die Corona-Pandemie hat auf quick alle Bereiche des Lebens Auswirkungen – auch auf den Goldpreis*. Schon vor Corona ging der Wert stetig nach oben, aber die Sorge um die Folgen der Pandemie lässt den Kurs jetzt regelrecht explodieren! Wir haben die besten Expertentipps für Ihre Geldanlage.

Alle wichtigen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland lesen Sie hier im Information-Ticker. (pm) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Tobias Schwarz/AFP/Pool/dpa



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