Corona in den USA: Republikaner greift Donald Trump an

Corona in den USA: Republikaner greift Donald Trump an


  • Moritz Serif

    vonMoritz Serif

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  • Anna-Katharina Ahnefeld

    Anna-Katharina Ahnefeld

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Noch immer hat Corona die USA fest im Griff. Nun kritisiert ein republikanischer Gouverneur das Krisenmanagement von Donald Trump. Die Lage im US-Ticker.

  • Das Coronavirus breitet sich weiterhin rasant in den USA aus
  • Donald Trump tauscht sich wieder mit Anthony Fauci aus.
  • Joe Biden kritisiert den US-Präsidenten scharf.

+++ 22.20 Uhr: Das Krisenmanagement von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Pandemie gerät nun so ganz allmählich auch in seiner Republikanischen Partei in die Kritik. Nun warf der Der Gouverneur des Bundesstaats Maryland, Larry Hogan, warf Trump in einem Gastbeitrag in der „Washington Put up“ vor, nicht schnell genug auf die Bedrohung reagiert zu haben. „So viele landesweite Maßnahmen hätten in diesen frühen Tagen ergriffen werden können, wurden es aber nicht“, schrieb Hogan. „Statt seinen eigenen Gesundheitsexperten zuzuhören, redete und twitterte der Präsident wie ein Mann, dem es mehr um die Ankurbelung des Aktienmarktes oder seine Wiederwahlpläne ging.“

Donald Trump muss sich jetzt auch Kritik von den Republikanern anhören.

© JIM WATSON

Hogan ist auch Vorsitzender der Nationalen Vereinigung der Gouverneure der 50 US-Bundesstaaten. Hogan kritisierte, Trump habe im März fälschlicherweise behauptet, jeder, der einen Check brauche, könne einen bekommen. Zur selben Zeit hätten Gouverneure um Hilfe beim Testen gebeten. Im April habe Trump dann die Verantwortung für Assessments an die Gouverneure abgeschoben. „Es warfare hoffnungslos, auf ihn zu warten“, schrieb Hogan. „Den Gouverneuren wurde gesagt, dass wir auf uns allein gestellt seien.“

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, nannte Hogans Aussagen „bemerkenswert“. Sie sagte, der Gouverneur habe Trump noch im April für Fortschritte beim Testen gedankt. Ohnehin ist McEnany fest davon überzeugt, dass kritische Stimmen nur eine Ausnahme seien: „Dieser Präsident findet in diesem Land große Zustimmung“, sagte McEnany. „Sein historischer Umgang mit dem Coronavirus spricht für sich.“

Biden wirft Trump Versagen vor – der spricht wieder mit Fauci

+++ 20:06 Uhr: US-Präsident Donald Trump bekommt Corona in den USA nicht in den Griff. Nun hat Joe Biden, demokratischer Kandidat, den Präsidenten scharf kritisiert. Biden wirft Trump Versagen in der Corona-Krise vor. „Die Corona-Zahlen sind inakzeptabel hoch“, sagte Biden. Es sei so schlimm geworden, dass sogar Donald Trump entschieden habe, in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen.

Das sei jedoch nicht ausreichend. Ohne die Führung des Präsidenten werde man die Wende nicht schaffen. „Jetzt alles zu öffnen ist nicht die richtige Entscheidung”, erklärte Joe Biden. Trump solle aufhören, falsche Entscheidung zu treffen. „Hören Sie auf Ihre Gesundheitsexperten, anstatt sie zu verunglimpfen“, forderte der Präsidentschaftskandidat der Demokraten.

Corona in den USA: Donald Trump spricht wieder mit Anthony Fauci

+++ 17.30 Uhr: Zum ersten Mal seit einem Monat Schweigen und wachsender Anspannung haben US-Präsident Trump und der Pandemie-Berater Fauci am Mittwoch miteinander telefoniert. Von offizieller Seite wurde das Gespräch als „intestine” beschrieben.

US-Präsident Donald Trump und Experte Anthony Fauci sprechen wieder miteinander.

© Patrick Semansky/dpa

Übersicht über die am stärksten betroffenen Bundesstaaten in den USA

  • Florida: Der Bundesstaat verzeichnet quick 14.000 Neu-Infektionen mit dem Corona-Virus. In Miami sind die Krankenhäuser quick am Ende ihrer Kapazitäten angekommen – die Intensivbetten werden knapp
  • Kalifornien: Im Bezirk von Los Angeles verkündete der Leiter der Gesundheitsbehörde, dass ein weiterer Lockdown wahrscheinlich ist.
  • Arizona: Die Leichenschauhäuser sind so voll, dass in Maricopa County Kühllager bestellt werden mussten.
  • Texas: Auch in Texas mussten aufgrund voller Leichenhallen in zwei Bezirken ein Kühllaster bestellt werden. In der Stadt South Texas sind in den Krankenhäusern keine Plätze mehr verfügbar. Ein Lodge wird daher in eine medizinische Einrichtung umgewandelt.

Corona-Pandemie in den USA: Wissenschaftler*innen fordern schnelleres Verfahren zur Impfstoffsuche

+++ 17.15 Uhr: In einem offenen Transient an den Direktor des Nationwide Institutes of Well being in den USA, forderten mehr als 100 Wissenschaftler*innen und 2000 Freiwillige für die schnellere Suche nach einem Impfstoff gegen das Corona-Virus sogenannte Human Problem Trials. Der englische Fachbegriff bezieht sich auf ein Verfahren, das freiwillige Menschen absichtlich mit dem neuartigen Virus infiziert – im Gegensatz zum üblichen klinischen Vorgehen, bei dem Freiwillige einen experimentellen Impfstoff oder ein Placebo erhalten und über längere Zeit beobachtet werden, um zu sehen, ob sie sich infizieren. Jedoch äußerten erst Anfang des Monats Knowledgeable*innen ihren Zweifel daran, dass ein solches Vorgehen die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs beschleunigen könnte.

+++ 17.00 Uhr: 39 Bundesstaaten in den USA berichten von einem Anstieg an Corona-Infektionen im Vergleich zu der vergangenen Woche. In Kalifornien, Texas, Florida und Arizona, die besonders betroffen sind, werden die Krankenhausbetten knapp. Nur Delaware und Maine konnten am Donnerstag weniger Corona-Neuinfektionen verzeichnen. Die Corona-Pandemie hat starke Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in den USA. In dieser Woche füllten 1.three Millionen Menschen einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe aus.

+++ 15.00 Uhr: „Warum hat Trump meinem Bundesstaat nicht bei den Corona-Assessments geholfen?“ Das fragt der Republikaner Larry Hogan, Gouverneur von Maryland, in einem offenen Transient in der Washington Put up. Er beschreibt, wie er seine in Süd Korea geborene Ehefrau darum bat, den Präsidenten Südkoreas um Covid-19-Assessments zu bitten. Und zwar einen Monat, nachdem US-Präsident Donald Trump versicherte, dass alle, die wollten, sich testen lassen könnten.

Corona-Pandemie in den USA: Gouverneur von Maryland kritisiert US-Präsident Trump

„Ich habe zugeschaut, wie der Präsident die Schwere des Ausbruchs heruntergespielt hat, und wie das Weiße Haus versagt hat öffentlich zu warnen, einen 50-Staaten-Plan auszuarbeiten, oder medizinische Ausstattung zu schicken oder lebensrettende Beatmungsgeräte des nationalen Vorrats an amerikanische Krankenhäuser.“ Das passt zu dem Bild, das lokale Behörden jetzt selbst Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ergreifen. So äußert sich auch Larry Hohan. Für ihn sei irgendwann klar gewesen, dass Warten keinen Sinn mehr machen würde.

Präsident Donald Trump bekommt für seine Corona-Politik viel Gegenwehr

© Pablo Martinez Monsivais / dpa

Er habe getan, was er für das Beste für Maryland hielt – ebenso wie andere Gouverneure. „Jeder Gouverneur hat seinen eigenen Weg eingeschlagen, der Grund, dass die USA so ein Flickenteppich in der Bekämpfung des Virus ist.“ Mit diesem offenen Transient schließt er sich der massiven Kritik an Trumps Umgang mit der Corona-Pandemie in den USA an. Es hätten in den frühen Tagen des Ausbruchs viele nationale Maßnahmen getroffen können, um einen solchen Verlauf der Pandemie zu verhindern. Dabei verweist er auf andere Länder, mit einer intestine organisierten Strategie für die Corona-Assessments.

Corona in den USA: Lokale Behörden ergreifen selbst Maßnahmen zur Eindämmung

+++ 14.12 Uhr: Trotz der weiter steigenden Infektionszahlen und obwohl die USA zu den am stärksten von Corona betroffenen Ländern zählt, verleugnet Donald Trump noch immer das Ausmaß der Krise. Er ignoriert die dringenden Empfehlungen von Wissenschaftlern und treibt die Coronakrise mit seinen Eröffnungsstrategien weiter voran. Daher ergreifen lokale Behörden in den USA nun selbst Maßnahmen, um gegen das Virus anzukämpfen und die Pandemie einzudämmen.

Wie „cnn.com” berichtet, widersetzen sich unter anderem immer mehr Schulbehörden, so etwa in San Francisco und Houston, der Forderung des Präsidenten, die Schulen im Herbst wieder für alle Kinder zu öffnen. Auch Alabama zieht aufgrund der immer weiter steigenden Fallzahlen Konsequenzen und führt eine Maskenpflicht für öffentliche Plätze ein.

Corona-Pandemie in den USA: Medien berichten von einer Stadtflucht

Erstmeldung, 16.07.2020, 12.00 Uhr: New York – Die New Yorker verlassen ihre Stadt. Klingt wie eine Szene aus „The Day after Tomorrow“, geschieht aber aktuell in den USA. Denn viele Menschen entscheiden sich dafür, diese so geliebte wie gehasste Stadt aufgrund der in den USA wütenden Corona-Pandemie zu verlassen. Die Metropole warfare bisher in den USA am stärksten von dem Coronavirus betroffen. Vororte erscheinen den meisten – vor allem Familien – sicherer als die eight Millionen Einwohnerstadt, die zu Beginn der Hotspot des neuartigen Coronavirus in den USA warfare.

Pulsierendes kulturelles Leben, all das ist in der Stadt, die bekanntermaßen niemals schläft, zum Erliegen gekommen. Das Herzstück New Yorks. Ohne Ausstellungen, Partyszene und Broadway sehen New Yorker offenbar den Sinn nicht mehr darin, ihre überteuerte Miete zu zahlen. Über diese New-York-Flucht berichten derzeit numerous US-amerikanische Medien wie die New York Occasions, ABC und Forbes.

So sind auf den Straßen der Metropole viele Umzugswagen unterwegs. Die traumatische Erfahrung des Ausbruchs des Coronavirus in der dicht bevölkerten Stadt scheint tief zu sitzen – und auch die Erfahrung eines Lockdowns, die viele Menschen auf engsten Raum ertragen mussten. Vororte oder direkt aufs Land, das scheint bei vielen gerade der Plan zu sein, wie AFP berichtet. Und im Süden Manhattans stehen mehr als fünf Prozent der Mietwohnungen leer – das gab es seit zehn Jahren nicht.

Corona-Pandemie in den USA: Steigende Preise in Vororte – erstmals Leerstand seit zehn Jahren

 „Nichts wie raus hier, und das schnellstmöglich“, sagt der einstige Herzblut-New Yorker Nick Barnhorst. Seine Frau ist mit dem dritten Form schwanger, das Coronavirus machte ihnen die Entscheidung leicht, der Stadt den Rücken zu kehren. Er berichtet von Bekannten, die eigentlich nur vorübergehend aus Angst vor der Corona-Pandemie zu Verwandten nach Massachusetts – und nicht mehr zurück kommen wollen. Doch Barnhorst berichtet auch von den steigenden Preisen in den Vororten. Ein Immobilienmakler sieht in dem Wegzug jedoch eine Likelihood für New York: „Sollten in New York Metropolis die Preise fallen, wäre das für junge Leute eine gute Gelegenheit, dort hinzuziehen.“

Corona-Pandemie: Virus zeigt soziale Ungleichheiten in den USA

Mindestens 22.825 Menschen sind laut einer Daten-Analyse der New York Occasions im Zusammenhang mit dem Coronavirus allein in New York gestorben. Mindestens 224.662 Personen haben sich im Verlauf der Pandemie mit dem neuartigen Virus infiziert. Vor allem die Stadtteile Bronx, Queens und Staten Island waren betroffen – und die Schwächen des US-amerikanischen Gesundheitssystems erneut zum Vorschein gebracht. Denn viele unterprivilegierte Menschen sind in den USA der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Schwarze Menschen, Hispanics, arme Menschen. Da erscheint es umso grotesker, dass US-Präsident Donald Trump keine Maske trägt.

Rubriklistenbild: © JIM WATSON



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